Beton, Zement & Mörtel aus Rohren und Kanälen entfernen

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Verpressmaterial aus Bohrungen in der Abwasserleitung

Zementsuspension, Bentonitgemisch oder Dämmer aus einer Bohrung in der Entwässerung? Wir fräsen das ausgehärtete Material grabenlos aus der Leitung.

Wenn die Suspension den Weg in die Entwässerung findet

Beim Verpressen wird ein fließfähiges Material unter Druck in einen Raum eingebracht, den niemand sehen kann – den Ringraum einer Erdwärmesonde, ein Bohrloch, einen Hohlraum um ein Rohr. Dass es dort bleibt, ist der Regelfall. Findet es aber eine undichte Muffe, einen Riss oder einen alten, nicht dokumentierten Anschluss, dann nimmt es diesen Weg. Bemerkt wird das oft erst, wenn die Entwässerung nicht mehr abläuft.

Diese Anfragen erreichen uns wiederkehrend: nach Erdwärme- und Geothermiebohrungen, aus dem Brunnenbau, nach Spülbohrungen und bei der Verfüllung von Ringräumen. Das Material heißt je nach Gewerk Verpresssuspension, Zementsuspension, Bentonit-Zement-Gemisch oder Dämmer – für die Entfernung zählt nur, wie fest es abgebunden hat und wie weit es gelaufen ist.

Warum das kein normaler Rohrreinigungsfall ist

Ausgehärtete Suspension ist mineralisch gebunden und haftet an der Rohrwand. Eine Spirale findet daran keinen Angriffspunkt, eine Hochdruckspülung gleitet ab. Solange das Material noch nicht abgebunden hat, ist Spülen sogar kontraproduktiv: Es verteilt die Suspension weiter, statt sie herauszuholen.

Wir tragen sie deshalb mechanisch ab. Der Fräsroboter arbeitet ab etwa DN 100 mit einem auf Rohrmaterial und Härte abgestimmten Fräskopf, unter ständiger Kamerabeobachtung. Anschließend übernimmt der Wasserhöchstdruck bis 3.000 bar den Feinabtrag und spült die Strecke frei. Gearbeitet wird grabenlos über vorhandene Schächte und Öffnungen.

Wo unsere Arbeit endet

Eine Abgrenzung, die uns wichtig ist: Wir arbeiten in der Entwässerungsleitung. Was mit der Bohrung selbst geschieht, ob nachverpresst werden muss und wie die Standsicherheit zu beurteilen ist, gehört zum Bohrunternehmen und zum Fachplaner. Das ist eine andere Disziplin, und wir geben dazu keine Einschätzung ab.

Was wir liefern, ist der Zustand der Leitung: vorher per Kamerabefahrung dokumentiert, nachher erneut. In den Gesprächen, die auf so einen Vorfall folgen – zwischen Auftraggeber, Bohrunternehmen und Versicherern – ist genau das die Grundlage, auf die sich alle beziehen können.

Diese Angaben helfen beim ersten Anruf

  • Welches Material wurde verpresst – Produktbezeichnung oder Datenblatt
  • Wann, und ist der Verpressvorgang abgeschlossen
  • Art der Bohrung: Erdwärmesonde, Brunnen, Spülbohrung, Ankerverpressung
  • Welche Leitung ist betroffen, Nennweite und Rohrmaterial soweit bekannt
  • Welche Schächte, Reinigungsöffnungen oder Rohrenden sind erreichbar

Häufige Fragen: Verpressmaterial in der Abwasserleitung

Verpressmaterial ist in die Abwasserleitung gelaufen – was jetzt?

Verpressvorgang stoppen und die betroffene Leitung nicht spülen. Suspension ist dünnflüssig und läuft mit jedem Wasserstoß weiter. Anschließend anrufen, solange das Material noch nicht durchgebunden ist – und das Datenblatt der verwendeten Suspension bereithalten.

Um welche Materialien geht es dabei?

Um alles, was beim Bohren in den Ringraum oder das Bohrloch eingebracht wird: Zementsuspension, Bentonit-Zement-Gemische, Verpresssuspension, Dämmer. Für die Entfernung entscheidend ist nicht der Handelsname, sondern wie fest das Material im ausgehärteten Zustand ist und wie weit es gelaufen ist. Beides sehen wir bei der Kamerabefahrung.

Bei welchen Arbeiten passiert das typischerweise?

Bei Erdwärmesonden und Geothermiebohrungen, im Brunnenbau, bei Spülbohrungen und beim Verpressen von Ankern und Ringräumen. Gemeinsam ist diesen Arbeiten, dass unter Druck ein Material eingebracht wird, dessen genauer Verbleib im Untergrund nicht sichtbar ist. Findet es eine undichte Muffe oder einen Riss, nimmt es diesen Weg.

Können Sie das entfernen, ohne die Bohrung zu gefährden?

Wir arbeiten ausschließlich in der Entwässerungsleitung, nicht im Bohrloch. Die Bohrung selbst und alles, was zu ihrer Standsicherheit gehört, bleibt Sache des Bohrunternehmens – das ist eine andere Fachdisziplin und wir maßen sie uns nicht an. Unsere Arbeit endet an der Rohrwand.

Arbeiten Sie mit Bohrunternehmen zusammen?

Ja, ein Teil dieser Aufträge kommt direkt von Bohr- und Brunnenbauunternehmen. Für die Beteiligten ist meist dasselbe wichtig: dass die Leitung schnell wieder frei ist und dass es zum Vorgang eine Dokumentation gibt. Beides liefern wir – Kamerabefund vor dem Eingriff und nach der Arbeit.

Suspension in der Leitung? Rufen Sie an, bevor sie abbindet.

Wir entfernen ausgehärtetes Verpress- und Verfüllmaterial grabenlos aus Grundleitung und Kanal – mit Fräsroboter und Wasserhöchstdruck, dokumentiert per Kamera.